Unternehmenskultur
Partnerschaftlich handeln
Vereinbarkeit von Familie und Beruf und partnerschaftlichem Verhalten am Arbeitsplatz

Auszubildende werden schon während ihrer Berufsausbildung mit Konflikten wie Diskriminierung, Mobbing und sexueller Belästigung konfrontiert. Auch müssen sie sich durch ihren frühen Berufseinstieg eher mit Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie auseinandersetzen. Bisher richteten sich Informationen und Fortbildungen dazu an die Beschäftigten erst nach der Übernahme in eine Anstellung. Vor diesem Hintergrund hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ein innovatives Schulungskonzept für die betriebliche Ausbildung entwickelt und in einem vierjährigen Modellprojekt in Unternehmen getestet. Ziel ist die dauerhafte Implementierung der Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Prävention jeglicher Form grenzverletzenden Verhaltens in der betrieblichen Ausbildung. Das Institut Profila der Pro Familia Freiburg schult betriebliche AusbilderInnen und zentrale Ansprechpersonen in Unternehmen zu diesen Themen. Die Basis hierzu liefert das Bausteinmanual „partnerschaftlich handeln“. Konzept und Redaktion des Handbuchs mit fachlichen Informationen und praxiserprobten Methoden haben BZgA und Sinus gemeinsam übernommen. Ein Manual für AusbilderInnen in den Schulen der Bundeswehr ist in Arbeit.

Für die Auszubildenden selber entwickelt Sinus für BZgA und Großunternehmen Informationsbroschüren. Lebensnah gehen die Medien auf die häufigsten Fragen und Probleme ihres Berufsalltags ein. Die ersten Broschüren „fair am Arbeitsplatz“ und „alles möglich?!“ hat die Deutschen Bahn AG im Herbst 2001 veröffentlicht. 2003 werden Materialien für Auszubildende und AusbilderInnen des öffentlichen Dienstes produziert und gestreut.