Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) unterstützt seit
2007 die Initiativen von Ländern und Kommunen im Bereich der Frühen Hilfen,
insbesondere zur Verbesserung des Schutzes von Säuglingen und Kleinkindern vor
Vernachlässigung und Misshandlung - beginnend ab der Schwangerschaft. Das Nationale
Zentrum bündelt die gewonnenen Erkenntnisse und unterstützt den Fachaustausch
der staatlichen wie nicht-staatlichen Akteurinnen und Akteure. Träger des Nationalen
Zentrums Früher Hilfen sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BZgA) und das Deutsche Jugendinstitut (DJI).
Aufgrund der jeweiligen kommunalspezifischen Strukturen,
Problemstellungen, Ressourcen und Ziele bilden sich verschiedene Netzwerke, Vernetzungsansätze
und Schwerpunkte heraus. Ebenso vielfältig zeigen sich die entwickelten oder in
Planung befindlichen Maßnahmen, Angebote und Materialien der Frühen Hilfen.
In vielen Kommunen besteht deshalb ein großer Bedarf, über
den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, von den Entwicklungen anderer Kommunen
zu lernen, sich über erfolgreiche Wege auszutauschen oder Rat, Hilfestellung
und praktische Tipps zu bekommen. Sinus hat im Auftrag des Nationalen Zentrums
Frühe Hilfen (NZFH) daher ein neues Angebot entwickelt, das ein lebendiges
„Voneinander Lernen“ ermöglicht.
Zu einer eintägigen Konferenz sind die zentralen Akteurinnen
und Akteure aus den kreisfreien Städten und Landkreisen einer Region eingeladen,
z.B. eines Regierungsbezirkes, Landschaftsverbandes o.ä.. Über die Einbeziehung
einer breiten Vielfalt von Ansätzen im Bereich Frühe Hilfen profitieren
differenzierte verbindliche Netzwerke ebenso wie Kommunen, die am Anfang der
Vernetzung stehen. Für den gewünschten interdisziplinären Fachaustausch ist idealerweise
jeder Aufgabenbereich mit einer Person vertreten; die Kinder- und Jugendhilfe
wie das Gesundheitswesen, gerne auch Hebammen, Kliniken und niedergelassene Praxen,
freie Träger und Beratungsstellen bis hin zu Ordnungsverwaltung, Justiz oder
Arbeitsagenturen.
Für einen lebendigen Fachaustausch verbindet die Konferenz Vortragselemente
mit interaktiven Großgruppenmethoden, Themen-Workshops und einem Präsentationsforum,
um auch informell miteinander ins Gespräch kommen.
Die Themen, Fragestellungen,
Veranstaltungselemente, Zeiten und Gewinnung der Teilnehmenden werden
bei zwei Kooperationstreffen gemeinsam vereinbart. Die Treffen werden
bereits für einen ersten Kurzüberblick zum Vernetzungsstand
in den Kommunen genutzt und so der erste Baustein einer
überregionalen Vernetzung gesetzt.